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Andreas Thiel
"Politsatire 3"
Gentleman-Poet und Henker
Während in Zürich ein Mann fotografiert wird, der eine Frau erschossen hat, wird in Kabul ein Mann erschossen, der eine Frau fotografiert hat. An der Berliner Volksbühne spielt ein Pantomime für Blinde. In der Kantine des Pentagon in Washington verspeist ein alter General einen Eichenlaubsalat. Und im Londoner Zoo schaut ein Pingu einer Pinguin tief in die Augen und sagt verliebt: Du bist so sachlich. Bei der Hamas gab es Massenentlassungen von Massenselbstmördern, die aber dank der Hilfe wohltätiger islamischer Hilfswerke alle beim Hizbollah wieder Arbeit gefunden haben. An der großen Oper in Damaskus wird derweil auf offener Bühne Hamlet erschossen, nur weil im Programmheft steht, er sei der Prinz von Dänemark. Während in IRA-Kreisen Irak-Reisen hoch im Kurs stehen, sucht ein forscher Forscher im Iran Uran. Und im Aargau versucht ein anthroposophischer Arzt, Sozialdemokraten mit Homöopathie zu heilen. Und im Emmental lässt eine Bache mit einer Meise im Maisfeld am Bach die Sau raus……
Der Meister des verbalen Floretts sticht wieder zu. Seine Klinge ist scharf, sein Humor schwarz und die Krawatte dreifach gebunden. In seinem zweiten politischen Programm kreuzt der Dandy und meistzensierte Satiriker der Schweiz die Klingen mit Potentaten wie Mahmud Ahmedinejad, Hassan Nasrallah und Mullah Dadullah. Denn nachdem er in seinem letzten Programm die Palästina-Politik Israels ins Visier genommen hat, lehrt er jetzt die Achse des Bösen das Fürchten. Und natürlich werden geflissentlich nebenbei auch noch ein paar ganz normale Despoten hingerichtet und offene Fragen geklärt. „...aber fragen wir nicht nach den schleierhaften Seiten des Islam. Fragen wir danach, was der Islam uns zu bieten hat. Was beispielsweise bietet der Islam der Frauenbewegung? Ist es ein genereller Mummenschanz? Ist es das? Oder ist es mehr? Was Mohammed gesagt hat, wissen wir. Aber was hat seine Frau dazu gesagt? Was hätte seine Mutter gesagt? Hat sie vom Islam gewusst? Diese Fragen werden immer unter dem Teppich mitfliegen...“
Bekannt und berüchtigt wurde Andreas Thiel als Gründer und Hausmoderator des „Bösen Montag“, der sechs Jahre lang ausverkauften Open Stage Show im Theater am Hechtplatz Zürich, Mitbegründer und Gastgeber des „Tintensaufens“, des seit fünf Jahren ausverkauften Literarischen Labors in Bern und Taufpate des Zentraleuropäischen Festivals der Komischen Künste in Winterthur. Seine Tourneen führten ihn bisher von Bern über Zürich, Berlin, Hamburg, Wien, Mailand und Rom bis nach Schanghai, Hongkong, Bangkok, Manila, Taipeh, Taitung und Kaohsiung, wo er unterdessen Chinesisch untertitelt auftritt.
Pressestimmen zu Andreas Thiel: „Dieser Mann sieht nur aus wie ein Engel, seine Worte sind teuflisch provokativ“ BLICK „Der Lustknabe der Dichtergötter“ NEUE ZÜRCHER ZEITUNG „Einatmen – ausatmen – mehr!“ LIECHTENSTEINER VATERLAND ©wuehlmaeuse.de
| Kategorie: |
Theater / Klassik |
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